Den medizinischen und pharmazeutischen Nachwuchs in Thüringen sichern

Im heutigen Plenum (02.Oktober 2020) wurde über die Sicherstellung des medizinisch, pharmazeutischen Nachwuchses in Thüringen debattiert. Die regierungstragenden Fraktionen haben sich zusammen mit der CDU sowie der FDP auf ein Maßnahmepapier geeinigt, das im heutigen Plenum beschlossen wurde.

„Das Papier ist ein Kompromisspapier. Nicht alle enthaltenen Lösungen sehen wir als prioritär an. Die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Problemlage der zukünftigen medizinischen Versorgung Thüringens spiegeln sich jedoch deutlich wieder“, bewertet Olaf Müller, wissenschaftspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die Debatte.

„Wir als Grüne glauben nicht, dass die Qualität der medizinischen Versorgung durch die Erhöhung der Medizinstudienplätze gelöst wird. Auch die Rich-Kids-Variante, eine Vorabquote, die Studierende direkt nach dem Abitur in eine mehr als 12-jährige Abhängigkeit zwängt, ist keine adäquate Lösung des Problems“, so Müller weiter.

„Studierende suchen sich nach ihrem Abschluss Arbeitsstellen, bei denen sie sich beruflich wie privat verwirklichen können. Dafür braucht es eben familienfreundliche Arbeitsmodelle und Orte, wo diese gelebt werden können. Die Steigerung der Attraktivität des Standortes Thüringen ist essentiell für eine steigende Akzeptanz und Bindung bei Absolvent*innen. Auch eine verstärkte Kooperation mit Lehrkrankenhäusern im ländlichen Raum, die zudem den Praxisbezug stärken würde, kann ein möglicher Ansatz sein. Das muss unserer Meinung nach im Mittelpunkt der Bemühungen stehen“, fasst Müller die bündnis-grünen Standpunkte zusammen.

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